Kinderheim St. Nikolaus | Bischof von Weis Stiftung

Unser Auftrag



 Unser gesetzlicher Auftrag im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII)

 

Grundsatz – Das Recht auf Erziehung: “Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer  eigenverantwortlichen und  gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” (§ 1 Abs. 1 SGB VIII).

 

Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts auf Erziehung nach Abs. 1 insbesondere

 

1.  junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu

Beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen,

2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und

Unterstützen,

3. Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen,

4. dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien

Sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten und zu schaffen.

 

(§ 1 Abs. 3 SGB VIII)

 

SCHWERPUNKT Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform

 

Hilfen zur Erziehung (nach §27 SGB VIII) in einer Einrichtung über Tag und Nacht (Heimerziehung) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform soll Kinder und Jugendliche durch eine Verbindung von Alltagsbeschwerden mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung fördern. Sie soll entsprechend dem Alter und Entwicklungs-stand des Kindes oder des Jugendlichen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie

 

  1. eine Rückkehr in die Familie zu erreichen, versuchen oder
  2. die Erziehung in einer anderen Familie vorbereiten oder
  3. eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten und auf ein selbständiges Leben

vorbereiten

 

Jugendliche sollen in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung, sowie der allgemeinen Lebensführung  beraten und unterstützt werden (§34 SGB VII).

 

Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung:

 

Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigen-verantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt; in begründeten Einzelfällen soll sie für einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden (§41 SGB VIII).